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17.01.2006 Thailand, Asien
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Thema: Asienreise
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| Winterliches Thailand... :-) |
Hallo zusammen,
alle guten Vorsätze scheinen mal wieder gescheitert zu sein. Zumindest ist uns jetzt schon klar, daß wir unser Versprechen, zukünftig kürzere Texte zu schreiben, mit dieser Mail brechen werden.
Erstmal wünschen wir aber allen ein gutes Jahr 2006 und denen, die sich zur Jahreswende gute Vorsätze gemacht haben, mehr Erfolg damit als wir mit unserem hatten...
Die letzte Mail schrieben wir auf der thailändischen Insel Koh Chang. Auch wenn wir Thailand auf dieser Reise touristisch sehr vernachlässigt haben, waren wir in diesem Land in der Folge unheimlich oft und Einreisestempel von Thailand haben wir inzwischen noch und nöcher. Hier ist es leicht Visa zu organisieren, die 7-eleven-Supermärkte haben 24 Stunden geöffnet und das Essen schmeckt lecker. Nicht vergessen darf man, daß die Thais einfach ein unheimlich nettes Völkchen sind und daß man sich hier jederzeit willkommen fühlt. Neben seiner günstigen Lage gab es also viele Gründe, warum Thailand unser Dreh- und Angelpunkt wurde.
Laos
Das Visum brachten wir bereits aus Bangkok mit, als wir bei Vientiane die Grenze passierten. Auf der anderen Seite des Mekong erwartete uns dann eine Gesellschaft, in der die Uhren sehr gemächlich, fast gemütlich tickten. Laos war bis dahin wohl das ärmste Land, das wir auf dieser Reise besuchten. Dennoch war von Unzufriedenheit eigentlich nichts zu spüren, im Gegenteil. Wir freuten uns über eine Freundlichkeit, die sogar die der Thais übertraf und auch wenn wir uns in den Zeittakt nicht wirklich einfinden konnten, bewunderten wir doch die Ruhe und Gelassenheit, mit der man den Dingen nachging.
Die Hauptstadt Vientiane war also unser erster Stopp in diesem Land. Auch wenn wir nach dem was wir gelesen hatten keine Großstadt erwartet hatten, überraschte uns dieses hübsche Dorf schon. Den eigentlichen Stadtbereich konnte man an einem halben Tag leicht zu Fuß abschreiten und die 580.000 Einwohner auf dem Papier kommen wohl nur zusammen, wenn man all die angrenzenden Siedlungen großzügig mit einbezieht.
Vielleicht machte aber auch gerade diese Kleinstadtathmosphäre den Reiz dieses Ortes aus. Alles ging gemächlich und alle schienen in jedem Augenblick gerade Zeit zu haben. Besonders interessant war das natürlich mit jungen Mönchen. Die lernten in ihren Klosterschulen häufig Englisch und sie wußten über Kultur und Religion hervorragend bescheid. Nicht selten wurden wir bei der Besichtigung eines buddhistischen Tempels von solchen Englisch-Schülern angesprochen, wir setzten uns auf den Boden und es entstanden oft lange und sicherlich auch für beide Seiten interessante Gespräche.
Ganz so rosarot ist die Situation in dem kommunistischen Land aber natürlich doch nicht. Auch wenn Laos im Vietnamkrieg offiziell neutral war, wurde es von beiden Kriegsgegnern mißbraucht und verschiedene aus dieser Zeit stammende militärische Gruppen destabilisieren noch heute das Land. So gibt es etwas nördlich der Hauptstadt noch immer eine Region, in der sich die Regierung mehr Einfluß wünscht. Diese Sonderzone Saysomboun mußten wir am Rande passieren, als wir weiter nach Luang Prabang wollten. Weil auf dieser Strecke mehrfach Anschläge auf regierungseigene Busse verübt wurden und dabei vor zwei Jahren sogar zwei Schweizer ums Leben kamen, wird dringend geraten, nur private Buslinien zu benutzen, was wir natürlich befolgten. Beim Ticketkauf fragten wir trotzdem nach der Sicherheitslage auf dieser Strecke - kein Problem, wir haben einen Soldaten mit an Bord! Und tatsächlich, hinten rechts nahm ein in zivil gekleideter junger Mann mit einer sperrigen Maschinenpistole Platz und wenn immer wir nach hinten sahen, beobachtete der sehr aufmerksam die Umgebung. Daß die Klimaanlage in diesem Bus nicht funktionierte, blieb allerdings zum Glück der einzige Zwischenfall.
Wenn wir nur eine einzige Stadt in Laos besuchen könnten, würden wir ganz sicher nach Luang Prabang gehen. Die von alten Klöstern volle Altstadt ist von einer Flußschleife umschlungen, ein kleiner Hügel bietet eine herrliche Aussicht beim Sonnenuntergang und hier war es besonders leicht, mit Mönchen und Novizen ins Gespräch zu kommen. Fast alle Klöster führten eine Klosterschule und die meisten Novizen schieden wohl nach dem Abschluß der Schule wieder aus. Leider profitierten von diesem wichtigen Bildungssystem fast nur Jungs. In allen Klöstern bereitete man sich auf ein Laternenfest in einer Woche vor und überall entstanden aus Bambus und Pergamentpapier kleine und große Kunstwerke und eines viel uns besonders auf. Auf dem stand nämlich "I love" und dann irgendein Name, der uns nichts sagte. Der 14jährige Klosterschüler gestand uns bereitwillig, daß das der Name einer japanischen Touristin sei, in die er sich verliebt habe - trotz safrangelber Mönchsrobe.
Eigentlich wollten wir als nächstes nach Myanmar, leider bekamen wir aber auch beim 4. Versuch unsere Visa von dieser unfähigen Botschaft in Bangkok nicht und so zogen wir Malaysia vor. Auf der Reise nach Süden fühlte sich Stefan dann zunehmend schlapp, Gelenkschmerzen kamen hinzu und er hatte bei jedem Schritt das Gefühl, jetzt könne es vor seinen Augen gleich dunkel werden. Fieber hatte er auch, immerhin 39 Grad C. Malaria? Quatsch, ich doch nicht - Stefan war sich (fast) sicher! Wir waren schon seit Wochen aus dem Risikogebiet raus und hatten vor über einer Woche unsere Prophylaxe (Doxycyclin) abgesetzt. Außerdem hatte Evelyn trotz Moskitonetz, Repellents und Räucherschnecken oft doch noch genügend Stiche abbekommen, um stellenweise an einen Streuselkuchen zu erinnern, während Stefan von den Leckermäulern fast ganz geschmäht wurde. Und dann tropfte auch noch ein bißchen seine Nase - ganz klar, eine Erkältung. Peinlicherweise erst am 4.Tag und als wir im Süden Thailands einen Zwangsstopp eingelegt hatten, machten wir ernst. Drei mal vier Pillen Malarone waren zu schlucken und was dann folgte, war für uns beide eine Sensation. Eine Stunde nach der ersten Dosis fühlte Stefan sich erheblich besser, fast schon gut. Am Abend konnte er endlich wieder sicheren Schrittes auf die Straße gehen und ab dem nächsten Morgen war er konstant fieberfrei. Die Lehren daraus: Man kann auch selbst eine Malaria bekommen und Malarone gehört in die Reiseapotheke, egal wie teuer das Zeug ist! Übrigens wollten wir diese Packung natürlich ersetzen, Malarone war aber in keinem Katalog hier gelistet und auch die Wirkstoffe waren diesen Büchern völlig unbekannt.
Malaysia
Wer die Malaien sind, ist schwer zu sagen. Es gibt drei große Bevölkerungs- und Religionsgruppen. Die wichtigste Gruppe sind die Muslime, Malaysias Rechtssystem basiert auf der Sharia. Daneben gibt es sehr viele Inder (Hindus) und Chinesen (Buddhisten) und auch ein paar Christen sind aus Kolonialzeiten übrig geblieben. Malaysia ist wohl dieser Mix der Kulturen und schön war natürlich, daß diese hier alle auf engstem Raum eine friedliche Koexistenz zu führen schienen. In Melaka passte eine Moschee fast direkt neben einen Hindu-Tempel und weil das alles im chinesischen Viertel zu finden war, war ein buddhistischer Tempel auch nicht weit.
Zu lieben lernten wir hier endlich das indische Essen. Hatte es Stefan in Indien noch 10 kg gekostet, weil es kaum ohne Durchfallerreger zu haben war, konnte man dieses hier ohne Reue genießen. Malaysia war tadellos sauber!
Um den Rahmen hier nicht völlig zu sprengen, trotzdem aber Lust auf die Bilder zu machen, erwähnen wir hier einfach noch ein paar Highlights stichwortartig. Der Schlangentempel auf Penang mit giftigen Vipern ohne Sicherheitsabsperrung, die Petronas-Towers von Kuala Lumpur bei Nacht, eine Jungletour in den Cameron Highlands...
Singapur
"Drogenschmuggel wird mit dem Tode bestraft." Das war hier viel wichtiger als etwa die sonst üblichen Nettigkeiten zur Begrüßung wie etwa "Herzlich willkommen". Einen seine Schlinge schwingenden Henker vor Augen, füllten wir also unsere Ankunftskarte aus und checkten nochmal, ob uns denn auch wirklich niemand ein Kuckucksei gelegt bzw. in unsere Taschen gesteckt habe. Mit diesem Stadtstaat wurden wir auch später nicht mehr warm. Zensur, eine Pseudodemokratie ohne Regierungswechsel seit 40 Jahren und hohe Strafen auf jeden Kleinkram gaben uns das Gefühl, daß dieser Staat seine Bürger etwas unterschätzt und daß er erwachsene Menschen wie kleine Kinder behandelt. Essen oder Trinken in der U-Bahn kostete zum Beispiel 1000 Euro! (Und Stefan hätte beinahe eine Flasche aufgeschraubt, hätte ihn Evelyn nicht erinnert!) Schaut der "Prügelpapa" namens Staat aber mal gerade nicht hin, werden Zigarettenkippen auf den Boden geschnippt, Straßen an nicht vorgesehenen Stellen überquert oder es wird gar gespuckt! Wir waren fast etwas enttäuscht, eine zumindest aus europäischer Sicht ganz normal saubere oder schmutzige Stadt vorzufinden. Irgendwie hatte wir uns alles steril und hochglänzend vorgestellt und so war es eben nicht.
Zum Einkaufen könnte diese Stadt aber natürlich wirklich etwas sein, wenn man danach nicht alles monatelang auf seinem Rücken tragen müßte. Ein High-End-Laptop mit erstklassigem Display und allem Schnickschnack, inklusive einem Laserdrucker, wird einem daheim wohl eher nicht für 1.300 Euro angeboten (Wenn doch - wo?). Aber auch wer nach edlen Klamotten jagd, kann hier wohl so eine Art Paradies finden.
Sumatra (Indonesien)
Schon auf der Reise dorthin machten wir einschlagende Erlebnisse. Etwa zwei Stunden von unserem ersten Ziel auf der Insel entfernt, wurde unser Boot nämlich in einem Kanal beschossen und auch getroffen. Nach dem Knall rannten alle nach hinten und als wir denen folgten, konnten wir noch einige Fontänen von Einschlägen im Wasser aufsteigen sehen. Diese Schnellboote verursachen wohl einen erheblichen Wellengang und das schien unseren Schützen am Ufer erzürnt zu haben. Sehr witzig fand das aber natürlich niemand.
Wir haben nicht viel von Sumatra gesehen, weil wir die Insel schon nach knapp einer Woche übersatt hatten. Landschaftlich ist diese Insel aber auf jeden Fall unglaublich schön. Das Vulkangebirge wartet immer wieder mit blauen (und andersfarbigen) Seen auf und die üppige Vegetation so nahe am Äquator tut ihr Übriges.
Allerdings waren die meisten Menschen, denen wir begegneten, eher schlichte Geister, was bei einem vom ersten Schuljahr an kostenpflichtigen Schulsystem ohne Schulpflicht wohl auch kein Wunder war. Touristen sahen wir kaum und so war Evelyn fast immer die einzige Frau ohne Kopftuch. In dem muslimischen Land wird wohl seit ein paar Jahren eine starke Fundamentalisierung beobachtet und demzufolge gibt es fast keine Frauen mehr ohne Kopftuch. Der Lonely Planet riet Frauen, mit einem Hut das Gesicht zu verdecken und mit einer Sonnenbrille den Blicken der extrem aufdringlichen Männer auszuweichen. Wir hielten das alles für überzogen, der Lonely Planet war ja sonst auch eher etwas paranoid. Hier hatte er aber ins Schwarze getroffen und für Evelyn war trotz langer Kleidung jeder Gang in die Öffentlichkeit ein Spießrutenlauf zwischen Beleidigungen und Anmachen jeden Kalibers. Als Mann hingegen schien man zwar nicht gerade geachtet, doch aber respektiert zu werden. Das zusammen mit Moscheen, die von 4 bis 6 Uhr am Morgen die Nacht in einer ohrenbetäubenden Lautstärke aus unserem Zimmer trieben, machte uns sehr schnell mürbe und wir änderten kurzer Hand unsere Reiseroute - wir unternahmen einen neuen Anlauf nach Myanmar.
Myanmar
Von Singapur flogen wir zurück nach Bangkok und von dort recht zügig nach Yangon, die Hauptstadt Myanmars, das hoffentlich bald wieder Burma heißen wird. Das war die günstigste legale Möglichkeit, dieses Land zu betreten, weil die Militärregierung alle Land- und Seewege für Ausländer dicht gemacht hatte.
Dieses Land stellte sich dann als ein richtiges Bonbon zum Schluß unserer Reise heraus. Vom Tourismus im Vergleich zu seinem östlichen Nachbarn Thailand fast unerreicht, trafen wir nur relativ wenige Touristen, die waren aber allesamt schon viel gereist und ihrerseits sehr interessant.
Myanmar möchten wir etwas genauer beschreiben, einfach weil es uns beide so faszinierte. Nachdem wir die Militärs am Flughafen hinter uns gelassen hatten, wurde uns sehr schnell ein großer Trumpf dieses Landes klar: Die Menschen waren unheimlich freundlich und höflich. Bei einer ersten Stadterkundung wurde dann auch schnell unsere "Befürchtung" bestätigt, daß wir hier sehr viel Speicherplatz für unsere Bilder brauchen würden. Mitten im Zentrum Yangons steht eine Pagoda, die Sule Paya. Ihr Ursprung geht mehr als 2.000 Jahre zurück und dieser Tempel übertrifft sich nachts selbst nochmal, wenn all das Gold im Licht der Scheinwerfer vor dem schwarzen Himmel leuchtet. Es macht wohl wenig Sinn, mit meiner dichterischen Minderbegabung eine solche Pracht nachzumalen. Dieser Tempel steckte voller Details und war einfach ein Juwel in der Mitte der Stadt und vielleicht können unsere Bilder ja etwas von dieser Schönheit widerspiegeln.
Hier trafen wir auch einen jungen Burmesen der uns anbot, am nächsten Tag mit ihm einen Ausflug aufs Land zu unternehmen. Sein Englisch war recht gut und spannend fanden wir das ohnehin, also sagten wir zu.
Vorher mußten wir aber noch Geld wechseln. Bei einem offiziellen Wechselkurs von 6 Kyat pro US$, wurden schon am Flughafen etwa 500 Kyat gezahlt, was aber noch immer fern aller Realität war. Stolze 1140 Kyat bekamen wir für einen US$ auf dem Schwarzmarkt und weil man nur in Yangon zu guten Konditionen wechseln konnte, tauschten wir unseren prognostizierten Bedarf für vier Wochen - 500 US$. Die 1.000er Noten waren die größten Scheine und damit hatten wir Geld wie Heu, zumindest war es eine kleine Plastiktüte voll. Die Hypothese, "Geld stinkt nicht" konnten wir hier klar widerlegen. Diese Lappen sahen mit ihren roten Betelnuß-Spuckflecken nicht nur ekelerregend aus, ihr Gestank verengte auch sofort die Bronchien, ganz ehrlich.
Was wir am nächsten Tag dann zu sehen bekamen, war wie eine Zeitreise in etwas eingestaubte Geschichtsbücher. Auf den Feldern kamen keine Maschinen zum Einsatz, Ochsengespanne waren der Stand der Technik. Der geerntete Reis wurde gedroschen, indem Ochsen in Kreisen über das Stroh geführt wurden. Danach wurden die noch mit Spreu vermischten Körner von etwas mehr als zwei Metern herunterrieseln gelassen und der Wind nahm mit was wertlos war. Daß die Ausbeute in Relation zum Aufwand in einem katastrophalen Verhältnis stand, ist wohl offensichtlich und wenn man dann noch an die Hightech-Konkurrenz auf dem Weltmarkt und all die Handelstricks reicher Länder denkt, dann wird auch klar, warum diese Leute außer Reis mit einer billigen Shrimp-Paste kaum etwas zum Essen haben - an Geld kommen diese Bauern wohl fast garnicht.
Eine Töpferei arbeitete dagegen schon industriell, aber auf niedrigstem Niveau. Einer töpferte, einer drehte die Scheibe - einen Stromausfall hätte hier keiner bemerkt. Die Brennöfen waren vielleicht so groß wie der Aufenthaltsraum im OP und natürlich wurde mit Holz geheizt.
Die Reise durch das Land zu beschreiben, heben wir uns lieber mal für einen Diavortrag auf, aber wer in den letzten Wochen "Das Traumschiff" gesehen hat, der hat vielleicht eine Vorstellung von diesem Land. Jedenfalls ließen sich Stefans Eltern diesen Teil über Burma natürlich nicht entgehen und sie waren begeistert. Bagan war vielleicht der größte Höhepunkt unserer Rundreise. Auf einem Areal von 42 km2 entstanden hier vor knapp 1.000 Jahren weit über 4.000 Stupas und Pagoden. Diese Tempellandschaft war einfach unglaublich beeindruckend - überall nichts als Tempel, Tempel und nochmal Tempel.
Die Schattenseite Myanmars ist allerdings nicht weniger eindrücklich, wenngleich doch hoffentlich von ganz erheblich kürzerer Dauer. Seit den freien Wahlen von 1998, die die Partei der Militärs eigentlich in die Bedeutungslosigkeit stampften, herrschen diese unter der Legitimation ihrer Gewalt. Wo Politiker anderswo zwar korrupt sind, aber ihr Handeln doch immer wieder als rechtschaffen zu verkaufen suchen, bedienen sich diese Gangster ohne jede Skrupel selbst und sie versuchen erst garnicht, sich zu rechtfertigen. Diese Leute haben dieses Land erbeutet und jetzt zehren sie es aus. Über zwei Ecken hörten wir den Bericht eines Reisenden, der mit einem Regierungsguide in ein sonst unerlaubtes Gebiet reiste. Irgendwo kamen sie vorbei, wo Gefangene unter der Aufsicht bewaffneter Militärs Bäume pflanzen mußten. Sein Guide meinte dazu nur spöttisch, das sei ein "Baumpflanzwettbewerb". Vielleicht hätte er noch hinzufügen sollen, daß dazu nur Demokraten zugelassen waren.
Bekundungen, daß man diese Regierung verachte oder gar hasse, konnte man ständig hören, zumindest wenn keine anderen Ohren in der Nähe waren. Ein Mann erklärte uns aber auch seine Resignation darüber, daß die Menschen hier einfach zu friedlich seien und daß er nicht sehe, woher die Energie kommen könne, die diese Regierung wegpusten könnte.
Solche Erfahrungen gaben diesem Land und seinen wunderschönen Bildern, wie zum Beispiel vom Golden Rock, einen bitteren Beigeschmack. Trotzdem war Myanmar sicher eines unserer Lieblingsländer, wohl die Nummer zwei gleich nach Tibet.
Unsere letzten zwei Wochen galten und gelten jetzt noch einem ganz normalen Urlaub. Wir sind auf der thailändischen Insel Koh Tao gestrandet, genießen Sonne, Meer und gutes Essen und vor allem konnten wir hier noch etwas tauchen.
Am kommenden Donnerstag, dem 19. Januar, werden wir wieder daheim ankommen und wir hoffen sehr, daß das Problem mit dem Wetter bis dahin gelöst sein wird, denn selbst unsere Getränke haben hier bestenfalls mal 0 Grad C, -4 Grad C wollen wir uns nicht vorstellen!
Viele liebe Grüße aus dem sonnigen thailändischen Winter,
Stefan Saam und Evelyn Hauck
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erstellt am 17.01.2006 |
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| Status: zur Prüfung vorgesehen |
Autor: Evelyn Hauck und Stefan Saam |
Ihre Bewertung? (in Schulnoten) |
| Note: Stimmen: | 2.4 69 |
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02.10.2005 Nong Khai, Nordthailand, Thailand, Asien
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Thema: Asienreise
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| Skulpturenpark |
Der Skulpturenpark von Nong Khai ist unbedingt sehenswert!
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erstellt am 02.10.2005 |
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| Status: freigegeben |
Autor: Evelyn Hauck und Stefan Saam |
Ihre Bewertung? (in Schulnoten) |
| Note: Stimmen: | 2.3 6 |
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30.12.2004 Asien
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Thema: Asienreise
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| Bitte helfen auch Sie den Flutopfern! |
Wie bestimmt auch Sie, sind wir schwer erschüttert über das, was wir täglich aus Südasien hören und sehen müssen.
Wir hoffen im Moment, dass wir uns vor Ort nützlich machen können, möglichst innerhalb einer Hilfsorganisation.
Ganz wichtig ist jetzt aber eine Mitarbeit, die wir alle leisten können. Wir alle müssen es den Hilfsorganisationen jetzt finanziell ermöglichen, kraftvoll und auch ausdauernd zu helfen. Zunächst muss dort Akuthilfe geleistet werden. Gleichzeitig muss versucht werden, Seuchen zu verhindern. Dann muss den Menschen in den betroffenen Gebieten aber auch wieder eine langfristige wirtschaftliche und soziale Perspektive gegeben werden. Und doch bleiben so viele Verluste zurück, die niemals durch Geld ersetzt werden können...
Wir sehen täglich die Berichte aus Thailand, wie Thailänder Touristen aufopferungsvoll helfen - ungeachtet ihrer eigenen fürchterlichen Situation. Nehmen wir alle uns ein Beispiel daran und helfen mit dem, was wir entbehren können.
Hier ein paar Spendenvorschläge:

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erstellt am 30.12.2004 |
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| Status: zur Prüfung vorgesehen |
Autor: Stefan Saam |
Ihre Bewertung? (in Schulnoten) |
| Note: Stimmen: | 2.7 11 |
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29.11.2004 Asien
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Thema: Asienreise
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| Vorankündigung: Wir gehen für ein Jahr nach Asien! |
Hallo liebe Freunde von Reiselogbuch.de,
endlich ist es soweit - lange haben wir davon geträumt, jetzt ist alles zum Greifen nah: Am 27. Februar 2005 werden wir von Frankfurt nach Bombay fliegen und von dort aus ein Jahr lang durch Asien reisen.
Geplant ist eine Route von Indien über Nepal, Tibet, Zentralchina, Vietnam, Laos, Kambodscha, Thailand, Malaysia und Indonesien bis nach Papua Neuguinea!
Vorher haben wir aber noch einiges vor: Wir müssen die Wohnung kündigen und ausziehen, Visas beantragen, Ausrüstung zusammenstellen und viel viel lesen...
Hier werden wir regelmäßig über unsere Reise berichten, es lohnt sich also ab und zu reinzuschauen. Ausserdem werden wir natürlich unsere Newsletter-Leser regelmäßig auf dem Laufenden halten. Wer noch keinen bekommt, kann sich einfach kostenlos als Mitglied anmelden und bekommt dann auch den Newsletter.
Bis demnächst,
Stefan & Evelyn
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erstellt am 29.11.2004 |
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| Status: zur Prüfung vorgesehen |
Autor: Stefan Saam |
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| Note: Stimmen: | 2.8 28 |
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