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Reiseberichte, Reisetipps und Reisetricks!

9. Laos, Asien
Thema: Allgemeines
Visa für Laos in Bangkok/Thailand
Laos bietet nur noch 30-Tage Visa an, die in einem Zeitfenster von zwei Monaten genutzt werden können.
Während verschiedene Reiseagenturen in Bangkok für eine langsame Bearbeitung (drei Tage) 1300 bis 2000 Baht verlangen, kostet das Expressvisum (ein Tag) erheblich mehr.
Viel besser ist man dran, wenn man selbst zur Botschaft von Laos fährt (Öffnungszeiten Mo-Fr von 8-12 und von 13-16 Uhr). Dort gibt es nur Express-Visa, die man nach (meist weniger als) einer Stunde für 1400 Baht (28 Euro) bekommt.
Zur Botschaft kommt man leicht per S-Bahn (Thailand Cultural Center) und von da fuer 50 Baht mit dem Meter-Taxi.
Wer dennoch sein Visum über ein Reisebüro besorgen lassen möchte, sollte den Tipp zu TAT unter "Reisebüros" lesen.

erstellt am 22.09.2005
Status: freigegeben Autor: Evelyn Hauck und Stefan Saam
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10. Myanmar, Asien
Thema: Allgemeines
Bitte nicht pauschal nach Myanmar reisen!
Myanmar ist ein wunderschönes Land mit unglaublich gastfreundlichen Menschen. Eine wahre Katastrophe dagegen ist das Regime, das mit reiner Willkür und unglaublicher Brutalität herrscht. Menschenrechte sind dort schlicht und ergreifend nicht existent. Wer mehr dazu wissen möchte, dem sei google-news ans Herz gelegt - gibt man dort das Suchwort "Myanmar" ein, wird man eigentlich ständig hochaktuelle Meldungen von neuen Greueltaten finden.

Jeder, der in dieses Land reist, bringt Geld dorthin und das stabilisiert dieses Regime! Ob man reist oder nicht, sollte jeder für sich prüfen. Touristen sind auch Beobachter und wo Touristen sind, kann ein solches Regime vielleicht doch nicht ganz hemmungslos alles machen. Andererseits dürfen Touristen ohnehin nur an sehr ausgewählte Orte.
Wenn man aber dorthin reist, dann ist es einfach unverantwortlich, diesem Regime mehr zu geben als unbedingt nötig. Pauschalreisen gibt es dorthin immer nur mit einen staatlichen Reiseveranstalter. Wer also eine Pauschalreise bucht, schenkt diesen Verbrechern bares Geld! Und 100 Euro sind dort ein Vermögen, keine Kleinigkeit!
Ebenso sollte man unbedingt staatliche Hotels oder Transportmittel meiden. Inlandsflüge sollten tabu sein, ebenso Bahnfahrten oder Luxushotels, denn wer dafür Geld ausgibt, finanziert die Unterdrücken der Menschen dort massiv!
Wer in Yangon ankommt und nicht per Bus (sehr gut möglich) reisen möchte, kann für ca. 400 US$ für 10 Tage ein Taxi mieten und wenn man das dann evtl. durch drei oder vier teilen kann, ist das nicht wirklich teuer, dafür aber bequem und garantiert nicht staatlich!

Bitte unterstützen Sie die Menschen und nicht das Regime! Vielen Dank!

erstellt am 02.04.2006
Status: freigegeben
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11. Myanmar, Asien
Thema: Allgemeines
Myanmar (Burma) - Fakten
Mit 676577km² fast doppelt so groß wie Deutschland
Grenzt an China, Laos, Thailand, Bangladesch und Indien
Hauptstadt: Yangon
Tropisches Klima (inkl. Monsune), beste Reisezeit von Oktober bis Februar (Birmanesische Winter), denn dann angenehm trocken und mit Tagestemperaturen um 30°C, nachts kühle Temperaturen. Im Sommer bis zu 45°C
Bevölkerung ca. 50 Mio ? 60% Bamaren, Rest: zahlreiche Minderheiten
Stadtbevölkerung 25%
Bevölkerungsdichte 74m²/km²
Jährliches Pro-Kopf-Einkommen 760 Euro

Lebenserwartung: 60 Jahre
Sprache: Birmanesisch (sino-tibetische Sprache) ? eigene Schriftzeichen
Religion: 85% Buddhisten
Regierung: Militärdiktatur
Preis für ein Gericht: 0,50 Euro
Am 05.09.2004 erreichte uns dieser Kommentar hierzu:
Es gibt keinen Zwangsumtausch mehr, leider werden keine Creditcarten akzeptiert, nicht weil die Geschaefte es nicht wollen, sondern weil die Sanktionen der Amerikaner den Creditcarten-Firmen den Handel mit Myanmar verbieten.

erstellt am 12.03.2003
Status: freigegeben Autor: Christian Wiens
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12. Myanmar, Asien
Thema: Allgemeines
Reisebericht aus Myanmar (ehemals Burma)

Eines vorweg: Auch wir haben uns im Vorfeld überlegt, ob man in ein Land fahren soll, dass durch ein Militärregime diktiert wird. Wir sind trotzdem gefahren, da man so gesehen auch nicht die USA bereisen dürfte nur weil man gegen die Todesstrafe ist....
Allerdings kann man versuchen, möglichst wenig Geld für staatliche Hotels und Einrichtungen auszugeben und eher private Hotels zu unterstützen. Kontakt zu Einheimischen haben wir dennoch gesucht und mit diesen anders als zuvor in den Reiseführern beschrieben durchaus kritisch über das regime diskutieren können.

Nach insgesamt 16h Flug und 3h Aufenthalt in Singapur landen wir gegen Mittag auf dem kleinen Flughafen von Yangon. Feuchte Hitze schlägt uns beim hinuntergehen der Flugzeugtreppe entgegen. Unser Flugzeug ist das einzige vor dem kleinen Terminal. Die Zollformalitäten haben wir recht schnell erledigt, den Mindestumtausch von 200 USD in die Touristenwährung FEC (Foreign Exchange Certificates) entfällt für uns, da wir bereits aus Deutschland einzelne Bausteine unserer Reise gebucht hatten (und somit ein Visum für ?Package Touristen? erhalten haben ? obwohl wir auf eigene Faust durch das Land gereist sind). Andere Reisende erzählen uns von einer 5 USD (Bestechungs-)Gebühr, die den Mindestumtausch rasch auf 100 USD senken lässt.

3 Tage werden wir uns in Yangoon aufhalten. Der Reiseführer macht neugierig: ?Nur wenige Städte Asiens bieten eine so faszinierende Mischung verschiedener Ethnien und Kulturen wie die burmesische Hauptstadt. Dicht nebeneinander erheben sich Kirchen, Pagoden, Hindutempel und Moscheen.?

Überwinden erst mal die Hürde des Geldtauschens, offiziell tauscht hier niemand. Auf der Strasse wird man ständig angesprochen ?Want change money?? ? Wir ?vertrauen? zwei Burmesen die gegenüber des Bahnhofs ein kleines ?Büro? haben. 100 USD ? entspricht dem Gegenwert von 100 000 Kyat ? das ganze in 500er Scheinen! Dass die Geldscheine ungefähr so groß sind wie die alten 1000 DM Scheine, erleichtert das Zählen nicht gerade. Also, erste Hürde genommen. Auf der Straße werden wir angelächelt, angesprochen und nach erstem Misstrauen verstehen wir, dass die Menschen einfach freundlich sind. Teilweise stellt ein Gespräch mit Touristen für die Einheimischen die einzige Möglichkeit dar, ihr Englisch zu üben. So sitzen wir im Tempel auf dem Boden und reden mit einem Mönch und einem Schüler englisch. Gleichzeitig sind wir sehr erstaunt, dass wir kaum Touristen sehen.

Nicht mal in der in der Shwedagon-Pagode, ein Nationalheiligtum. Die Stupa ist vergoldet und ragt 98m in die Höhe ? zufällig sind wir zur ?Full-Moon-Party? da. Das gesamte Tempelgelände (60.000m²) ist an deisem Tag mit Einheimischen bevölkert ? aber kaum Touristen.

Nachdem wir 3 Tage intensiv die Hauptstadt erkundet haben, geht es weiter mit dem Zug nach Mandalay. Mandalay liegt ca. 650km von Yangon entfernt, also entspricht etwa einer Zugfahrt von Köln nach München. Abfahrt ist um 15 Uhr in Yangon. Der Zug steht schon bereit. Wir finden schnell unser 4-Bett-Abteil (na ja, nennen wir es Pritschen). Der Zug ist ca. 60 Jahre alt, die Abteile eigentlich recht groß. Zwischen den beiden unteren Sitzbänken = Schlafpritschen ist ein kleines Pult, darunter ein Waschbecken. Der Abfluss direkt darunter in ein ca. 6cm großes Loch im Boden. Nachträglich wurden wild Kabel für die Beleuchtung und einen Deckenventilator montiert. Da das Licht über einen Dynamo gespeist wird, brennt es immer wenn der Zug fährt (also auch die ganze Nacht), gut dass wir unsere Flugzeug Schlafmasken dabei haben.

Wir verlassen die Stadt und bekommen einen wunderbaren Blick auf das Landleben von Myanmar. Endlose Reisfelder, Menschen die alles mögliche auf dem Kopf entlang der Bahnlinie tragen und die Ackerarbeit die dort noch mit Ochsen vollbracht wird. Immer wieder sieht man Ochsenkarren und Pferdekutschen.

Im Zug lernen wir zwei sehr nette, ältere Burmesen kennen, einer davon war früher für die Hafenbehörde tätig und spricht recht gut englisch, er übersetzt die Fragen die Burmesen und unsere Fragen. Wir scheinen die Attraktion des Zuges zu sein (Der Zug hat insgesamt 350 Fahrgäste, davon 12 Touristen). In unserem Waggon sind insgesamt 8 Abteile, überall sind die Türen verschlossen, nur bei uns steht die Türe offen und die Schaffner und Serviceboys sprechen zwar kaum englisch, interessieren sich aber für unseren Reiseführer und die vielen Bilder darin (und wetteifern gegenseitig wer als erstes die Bilder erkennt). Bereits gegen 18:00 Uhr wird es sehr rasch dunkel und wir sind froh, dass wir uns bereits im Vorfeld mit Reiseproviant eingedeckt haben, denn im Zug empfehlen uns sogar die Burmesen nichts aus der Zugküche zu essen (bestellen sich dann aber später selbst etwas zu essen, und bieten uns ständig was an). Dem Alkohol sind unsere zwei Mitfahrer auch nicht abgewandt, sie trinken ein Bier-Rum gemischt. Später wissen wir warum: In dem heißen und stickigen Zug, auf plastiküberzogenen Pritschen schläft es sich ohne einen gewissen Alkoholspiegel sehr schlecht. Der Zug beschleunigt und springt auf und ab, die Angst wächst, im Kopf reifen die CNN-Schlagzeilen heran... irgendwann wird es hell. Der Zug bleibt stehen ?Sorry, engine broken, 2hours wait here, but only two miles to Mandalay!? ? Diese Nachricht beunruhigt niemanden auch uns nicht mehr. Doch dann geht es nach 10 min doch schon wieder weiter, aber noch zwei ganze Stunden. Letztendlich hat der Zug 3,5h Verspätung bei der Ankunft ? 650km in 15,5h macht eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 42km/h

Unsere Zugbekanntschaft möchte uns unbedingt noch ins Hotel bringen und abends zum Essen einladen. Christians Auge hat schon eine leichte Rötung, wohl einen Zug bekommen. Abends schwollen dann die Augen (trotz Antibiotika-Tropfen) weiter zu. Christian wollte nicht mit essen gehen und wir sahen uns schon nach Yangon oder Singapur zurückfliegen, da es laut Reiseführer in Mandalay kaum Ärzte geben sollte.

Ich ging allein in die Lobby unseres Hotels und plötzlich kam ein fremder Mann mit MEINER! Visitenkarte, der nur soviel sagen konnte ?Pick up!?... mhmhm... mitfahren oder nicht, Christian Bescheid geben oder nicht... bisher hatten wir soviel positives erlebt, also bin ich einfach mitgefahren. Es war schon stockfinster in Mandalay, kaum Straßenlaternen und aus irgendeinem Grund werden die Autolichter nur im Notfall eingeschaltet. Dafür wird die Hupe umso reger benützt.

Als unsere Zugbekanntschaft von Christians Auge hörte, zückte U Ayku (U steht für Herr) ? (wir waren übrigens MR David und MR Christian) sein Adressbuch und rief den Chef der Royal Clinic an. Am nächsten Morgen hatten wir einen Termin und der Pickup wurde auch gleich arrangiert. Der Bruder von U Ayku ist der Bürgermeister von Mandalay, seine Schwester leitet ein größeres Import-Exporthaus und wohin man auch ging, überall kannte er jemand. Damit hatten wir die Möglichkeit auch eine andere Welt von Myanmar kennen zu lernen. Mit U Ayku konnte man sogar über politische Themen gut reden. Am nächsten Tag beim Arzt (es saßen zwar 30 Burmesen im Wartezimmer, wir aber wurden gleich durchgewunken) stellte sich heraus, dass Christian das Adeno-Virus am Auge hatte, nicht wirklich schlimm ? aber gegen eine Virus-Erkrankung hilft nun mal kein Antibiotika, Cortison musste her. Nach Übergreifen auf Christians anderes Auge ging es dann bei mir los... nun gut, nach 4 Tagen war das Schlimmste vorüber.

So.. jetzt übergebe ich die Tastatur an Christian:

Von Mandalay ging es dann mit Überlandbus, dieser hatte in Japan bereits seine besten Jahre hinter sich, die Reifen schienen seither auch nicht mehr gewechselt worden zu sein wie Sherlock Jeggle gleich herausfand ( manchmal möchte man auch nicht alles wissen!!!). Die Anzahl der Passagiere wurde mal eben durch Plastikhocker im Mittelgang und Open air -Plätze auf dem Dach auf das doppelte hochgeschraubt, es waren ja nur 7 Stunden Fahrt...

Auf dieser dann,insgesamt drei liegengebliebene andere Busse, so langsam waren wir
nur dankbar anzukommen. In Bagan trafen wir dann eine Kollegin von mir mit der wir zunächst die Tempelstätten per pedes erkundeten. Ein berauschender Anblick: 1200 Tempel aus dem 9-13 Jahrhundert unterschiedlich gut erhalten, und dazu nur wenig anderen Touristen.
Eine unbeschreiblich mystische Stimmung lag über diesem Ort.

Tags darauf war das Wetter eher mau so das wir uns entschlossen zum Mt. Popa zu fahren. Ein Kloster einsam auf einem Berg (700 m ü.M.) gelegen und mit kreischenden Affen besiedelt.
Durch deren Exkremente musste man dann die Stufen nach oben erklimmen, very special J. ?We were not very amused!?
Unsere nette Führerin Nanda hat uns aber dafür alles Wissenswerte erklärt und so für den ekligen Aufstieg entlohnt.

Am nächsten Tag ging es dann nach einem verregneten Morgen zurück nach Yangoon, diesmal mit dem Flieger was David mal wieder nicht behagte. Leicht verkrampft saß er am Fenster und starrte wie ein hypnotisiertes Kaninchen nach draussen. Er war nur schwer davon abzuhalten ins Cockpit zu rennen als er die blinkenden Positionslichter am Flügel mal nicht erblickte. Auch hier ging alles gut und wir kamen wohlbehalten in Yangoon an!

Jetzt kam der entspannende Teil unserer Reise: Mit dem Schiff durch ein Flussdelta nach Pathein und dann noch 2 Stunden fahrt ins Palm Beach Resort (www.thepalmbeachresort.com). Wirklich traumhaft. Ein Bungalow direkt am einem einsamen Strand mit Meerblick und sehr persönlichem Service. Für 30 Gäste standen 126 Mitarbeiter bereit. Diese letzten fünf Tage waren genau das richtige nach diesen zahlreichen Eindrücken. Selten schaltet man so ab und vergisst den Alltag.
Wir schwammen im angenehm warmen Golf von Bengalen, aßen Lobster und frixschen Fisch, spileten mit den Jungs vom Hotelpersonal abends immer Volleyball und genossen das süße Leben.
Beeindruckt waren wir wirklich von der Freundlichkeit der Burmesen. Durchweg freundlich und zuvorkommend. Das Land sehr ursprünglich und in vielen Dingen noch auf dem Stand des 19 Jhrh. Kinder stehen winkend am Straßenrand, Felder werden von Ochsen vor dem Pflugbearbeitet und alle außer den Autofahrern haben die Ruhe weg!

Auf unserem Rückweg legten wir noch ein Stopover in Singapur ein. Dieser Kontrast war zu stark. Von einem Land der Ursprünglichkeit in ein asiatisches "Disney-Land" - das war dann doch zuviel.
Hier war uns dann sogar das Shoppen zuviel, ein fvür uns sonst ungewöhnlicher Zustand...
Unser Tip: Auf alle Fälle hinfahren, wer weiß wie lange es noch so ursprünglich bleibt....

erstellt am 12.03.2003
Status: freigegeben Autor: Christian Wiens
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